EDLE MATERIALIEN UND ERFAHRUNG

Das Grödental ist als die Wiege der Holzschnitzereikunst bekannt. Hier, in St. Ulrich, scheinen sich die idealen Bedingungen zu vereinen, um wahre Kunstwerke zu inspirieren: nämlich das wunderbare Landschaftsbild der Berghänge, die von Fichten und Tannen erfüllte Bergluft und eine langjährige, tief verwurzelte Tradition.

Hier sind wir, die Ferdinando Perathoners, tätig. Unsere Familie widmet sich schon seit vielen Generationen der Herstellung von Holzkunsthandwerken und wir verstehen es gekonnt, bekannte Motive und Formen wiederzugeben. In unserem Atelier stellen wir ausschließlich original handgeschnitzte Statuen her, die mit der Schutzmarke der Bozner Handelskammer versehen sind.

Diese Garantiebescheinigung wurde erst kürzlich eingeführt, um authentische, handgeschnitzte Werke zu kennzeichnen, denn nur diese weisen die Vibrationen und die Bedeutung auf, die allein von Künstlerhand herreichen.

Die Kontrollverfahren sind sehr streng. Ein von der Provinz beauftragter Experte kontrolliert die Skulptur am Beginn und kurz vor dem Ende der Ausarbeitung; nur nach diesen sorgfältigen Kontrollen wird die Authentizitätsbescheinigung ausgestellt.

Die Würde des geweihten Raumes einer Kirche wird durch die Platzierung von Statuen aus edlen Materialien wie Holz und Bronze unterstrichen. Dies sind genau die Materialien, mit denen wir unsere Werke verwirklichen. Wir lehnen bedeutungslose Materialien wie Fiberglas, Plastik oder Gips ab, da diese besonders für Serienproduktionen aus einer Form verwendet werden.

Für uns ist es wichtig, dass in der Kirche authentischer Ausdruck geboten wird: genau wie auch live gesungene oder gespielte Kirchenmusik einer CD oder Bandaufzeichnung vorzuziehen ist. Eine Serienstatue kann nur eine konsumorientierte Dimension vermitteln, aber keine Gefühle. In einer Handarbeit, hingegen, zeigt sich eine humane Dimension.

Durch die spontane menschliche Feinfühligkeit wird die Statue mit Gefühlen und mit jener Unwägbarkeit bereichert, welche die Ausführung jedes Werkes, das für Liturgie und Andacht bestimmt ist, begleitet.

Die Menschen nähern sich dem Mysterium auf sehr einfache Weise und Bildnisse können ihnen dabei helfen: diese müssen aber von guter Qualität, wertvoll und reich an Bedeutung sein. Die natürlichen Materialien wie Holz und Bronze enthalten eine Lebendigkeit und tragen das Zeichen menschlichen Formens in sich. Erst dies macht das Werk des geweihten Ortes würdig.

Eine handgeschnitzte Figur ist nicht vergänglich: es ist keine momentane Einrichtung. Sie bleibt bestehen und veredelt sich mit der Zeit zusehends. Eine religiöse darstellende Skulptur erfüllt den kirchlichen Raum mit Eloquenz.

Sie belebt den Raum und stellt die Heilige Leidensgeschichte und die Erlösung dar. Dadurch erinnert sie an das Hoffnungsvermächtnis, das der Welt dadurch mitgeteilt worden ist. Wir, die Perathoners, verarbeiten und stellen genau diese Hoffnung in unseren Werken dar.





UNSERE GESCHICHTE

Der Bildhauer Ferdinando Perathoner begann seine bildhauerische Tätigkeit im Jahre 1890 in seiner Werkstätte mit großen künstlerischen Werken aus Holz die ausschließlich handgefertigt wurden. Die Werkstätte wird nun in der vierten Generation weitergeführt und wir schnitzen weiterhin vollhandgeschnitzte Statuen auf Bestellung für die Kirchen.In all diesen Jahren haben wir bedeutende Werke für zahlreiche Kirchen Italiens gefertigt sowie für viele Kirchen in mindestens 25 europäischen und außereuropäischen Staaten.




DIE ERSTE WERKE






Schutzengel
Holzrelief geschnitzt und bemalt von Ferdinando Perathoner im Jahre 1906.


Altar für die Kirche „Il Nazareno“ in Gorizia (IT)
geschnitzt von Ferdinando Perathoner im Jahre 1909.


Projekt einer Kanzel
1907.






DIE BILDHAUER FERDINANDO PERATHONER IN DER EIGENEN WERKSTÄTTE IM JAHRE 1958.







DIE BILDHAUER FERDINANDO PERATHONER BEI DER ARBEIT, 2009
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Neugotisches Altar, errichtet 2009.